Bericht: "Jung heute"

Dramatischer Anstieg der Zahl junger Leute in Armut

Schwedens Jugendliche sind zunehmend in wirtschaftlicher Bedrängnis. Laut einem Bericht des staatlichen Jugendrates stieg die Anzahl der 20-29-Jährigen in Armut zwischen 2001 und 2009 von 12 auf 23 Prozent. Bei Alleinerziehenden dieser Alterskategorie nahm der Anteil der Armen von 19 Prozent im Jahr 2001 auf 63 Prozent im laufenden Jahr zu.

Als Grund sieht der Jugendrat vor allem die schlechte Konjunkturlage und die damit zusammenhängende allgemeine Arbeitslosigkeit, die jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben erschwert. In dem Bericht werden Jugendliche daher aufgefordert, berufliche Qualifikationen soweit wie möglich in Anspruch zu nehmen.
Die Studie zeigt auch auf, dass Jugendliche trotz schwieriger Finanzlage heutzutage durch ihr Konsumverhalten politischen Einfluss ausüben. So gab ein Drittel der Befragten an, Waren aufgrund ethischer oder umweltmäßiger Gesichtspunkte zu wählen. In herkömmlichen politischen Strukturen sind junge Leute unterrepräsentiert.