Vorschlag

Fußfesseln für Jugendliche

Verurteilte jugendliche Straftäter könnten in Zukunft elektronische Fußfesseln angelegt bekommen. Einen entsprechenden Vorschlag hat Justizministerin Beatrice Ask unterbreitet. Laut Ask sind elektronische Fußfesseln eine geeignete Methode, kriminellen Jugendlichen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Solche Jugendlichen könnten ihre Strafe zu Hause absitzen und würden gleichzeitig einem Ausgehverbot für den Abend unterliegen, teilte Ask der Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ mit. Der ehemalige sozialdemokratische Justizminister Thomas Bodström wies den Vorschlag zurück. Elektronische Fußfesseln seien eine Alternative zum Gefängnis, und Minderjährige stecke man nicht ins Gefängnis, meinte Bodström. Fußfesseln werden zurzeit für erwachsene Täter verwendet, die zu höchstens sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden sind und ihre Strafe zu Hause absitzen möchten.