Göteborg, EU-Gipfel 2001: Orgien linksextremer Gewalt

Extremismus ernsthafte Gefahr

Extremisten stellen eine ernsthafte Bedrohung für die schwedische Demokratie dar. Dies haben der Schwedische Beirat für Kriminalitätsbekämpfung und die Geheimpolizei Säpo in einem gemeinsamen Bericht betont. Demnach sind sowohl links- als auch rechtsextremistische Gruppen eine Gefahr für einzelne Individuen und politische Organisationen. Allerdings fehlen ihnen derzeit die Voraussetzungen, um die Gesellschaftsordnung zu verändern.

Die politische Gewalt habe auf links- wie rechtsextremer Seite das gleiche Ausmaβ, sagte Johan Olsson, Chefanalytiker bei der Säpo-Abteilung für Verfassungsschutz.”Seitens der autonomen Gruppen ist die politisch motivierte Gewalt etwa gleich groβ wie in den `Weiβe Macht`-Gruppen”, so Olsson im Schwedischen Rundfunk. Aus dem in Regierungsauftrag erstellten Bericht geht hervor, dass es sich bei Menschen mit links- oder rechtsextremen Ansichten mehrheitlich um junge Menschen handelt. Das Durchschnittsalter beträgt demnach 20 Jahre. Diejenigen, die verbrecherische Handlungen begehen, machten jedoch einen vergleichsweise kleinen Teil aus, etwa 850 Personen auf der rechtsextremen und 570 auf der linksextremen Seite. Die Zahl der politisch motivierten Verbrechen, die eine Verurteilung zur Folge hat, ist auf beiden Seiten nahezu gleich.

Mit Verweis auf das niedrige Durchschnittsalter drängt man seitens des Beirats für Kriminalitätsbekämpfung vor allem auf vorbeugende Maβnahmen. Nach Einschätzung der Geheimpolizei wird der politische Extremismus ein weiter bestehendes Phänom sein. ”Diese Gruppen sind bereits in weiten Landesteilen repräsentiert, sie sind im Internet präsent. Sie werden Generationswechsel überleben”, sagte Johan Olsson.

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