MEDIZIN

Medizin-Export in Entwicklungsländer

Um die Kassen der Provinzialverwaltungen aufzufüllen, werden in Schweden in wachsendem Maβe gut zahlende Ausländer medizinisch behandelt sowie medizinische Leistungen ins Ausland exportiert. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, setzt auch der schwedische Staat intensiv auf den Medizin-Export. Insbesondere konzentriert man sich dabei auf Entwicklungsländer.

So investierte die staatliche Risikokapitalgesellschaft Swedfund im vergangenen Jahr umgerechnet knapp 200 Millionen Euro in Projekte in Entwicklungsländern. Diesen Trend wolle man weiter verfolgen, sagte Swedfund-Chef Björn Blomberg. "Wir sind bereit, einen bedeutenden Teil unserer Ressourcen auf diesen bereich zu verwenden", so Blomberg. Der medizinische Export könne ein wichtiger Exportzweig werden, in den nicht zuletzt Immigranten eingebunden werden könnten.

2006 investierte Swedfund unter anderem in ein neues Behandlungszentrum für Herz- und Kreislauferkrankungen in Äthiopien. Dabei nahm man die Hilfe eines schwedisch-äthiopischen Arztes in Anspruch. Im irakischen Erbil wird derzeit, unter Beteiligung von drei schwedisch-irakischen Ärzten, eine Augenklinik gebaut.