Vater verhinderte jahrelang Schulbesuch

Eine Familie in Uppsala steht im Verdacht, ihre vier Kinder jahrelang am Schulbesuch gehindert zu haben. Der Vater soll die in Schweden geborenen Kinder - inzwischen 16 bis 22 Jahre alt – außerdem unter Gewaltanwendung daran gehindert haben, allein die Wohnung zu verlassen.

Die schwedische Schulaufsichtsbehörde kritisiert die zuständigen Dienststellen in Uppsala, weil sie den gesetzlichen Schulbesuch der Kinder nicht sichergestellt hatten.

Nach Auskunft der Sozialbehörde hatte der Vater erklärt, dass die Kinder eine Schule in seinem Heimatland besuchten und sich nur im Sommer in Schweden aufhielten. Damit fielen sie nicht unter die schwedische Schulpflicht.

Stefan Fuchs, Jurist der Schulaufsichtsbehörde, bezeichnet es als unakzeptabel, dass schwedische Behörden sich auf ungesicherte Aussagen von Familienmitgliedern verlassen: „Die einzelnen Behörden sollten besser zusammenarbeiten! Dann steigen auch die Möglichkeiten, solche schweren Missstände für die Kinder zu verhindern.“

Der Vater der Familie steht zudem unter dem Verdacht, alle jahrelang Familienmitglieder misshandelt zu haben.