EU-Ratspräsidentschaft

Barroso und Reinfeldt uneins über die Rolle der G20

Uneinigkeit herrscht zwischen Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt und dem Vorsitzenden der EU-Kommission, José Manuel Barroso, über die Rolle der G20 für die Diskussionen der Weltwirtschaft.

Auf einer Pressekonferenz ließ Barroso schwedischen Medienangaben zufolge keinen Zweifel daran, dass er die G20 für einen den wichtigsten Akteur zur Findung gemeinsamer Spielregeln hält. Reinfeldt hingegen hob Organisationen wie den Internationalen Währungsfonds, IMF, und die Vereinten Nationen hervor, in denen nahezu alle Länder der Erde vertreten sind. „Ich glaube hier haben viele Länder dieselbe Einstellung wie wir: Wenn Schweden an Entscheidungen nicht beteiligt sein darf, dann halten wir das entscheidende Organ nicht für das richtige Forum“, sagte Reinfeldt.
In der G20 sind die wirtschaftlich stärksten Industrie- und Schwellenländer vertreten. Kleine Staaten, wie beispielsweise die skandinavischen Länder, die in vielen Weltgremien große Beitragszahler sind, sind in der G20 nicht vertreten.