HIV-Impfstoffe

Überwiegend vorsichtiger Optimismus

Schwedische Mediziner begrüßen die amerikanisch-thailändischen Forschungserfolge bei der Entwicklung eines HIV-Impfstoffes. „Wir hatten ein undeutlicheres Ergebnis dieser Studie erwartet. Aber das Resultat ist ja erfreulich eindeutig und zeigt, dass es tatsächlich möglich ist eine Immunisierung zu erlangen und HIV-Infektion zu verhindern“, kommentiert Professor Eric Sandström am Södersjukhus in Stockholm.

Das Ergebnis sei ein Durchbruch, so Sandström weiter. Britta Wahren, Virologin und Professorin am Karolinischen Universitätskrankenhaus, ist reservierter: „Es ist sehr interessant, dass eine Immunisierung gelungen ist, aber der Effekt war nur sehr gering. Es spricht vieles dafür, dass man den Effekt noch verbessern kann“, so Wahren, die innerhalb eines Monats eigene Forschungsergebnisse über einen HIV-Impfstoff vorlegen wird.
Der Verband der HIV-Patienten in Schweden ist allgemein skeptisch: „Wir hören seit Jahren, dass Impfstoffe demnächst bereit stehen, aber schlussendlich ist es dann immer schief gegangen“, so der Sprecher des Vereins, Lasse Lindberg.