Kleine Kinder werden zwei Mal geimpft. Trotzdem sind vermutlich hunderttausende von Dosen überzählig.
Schweinegrippe

Zu viel Impfstoff gekauft

Schweden hat möglicherweise zu viele Dosen des Impfstoffes gegen Schweinegrippe gekauft. Das Land hat 18 Millionen Dosen erworben, also zwei für jeden Einwohner. Die Gesundheitsbehörde geht jedoch davon aus, dass für gesunde Menschen eine Dosis ausreicht. Schweden prüft daher jetzt die Möglichkeit, die Bestellung zu verringern oder Dosen an andere Länder weiterzuverkaufen.

Göran Stjerner vom Verband der Provinzial- und Städteverwaltungen geht davon aus, dass der Kauf des Impfstoffes neu verhandelt werden kann. Er räumt jedoch gleichzeitig ein, dass es noch viele Ungewissheiten gibt, da niemand weiß wie die Krankheit sich ausbreiten wird, und wie viele Menschen sich impfen lassen: „Es gibt ein paar Szenarien. Die erste ist, dass wir trotz allem mit 18 Millionen Dosen dastehen und wenn die Situation sich so entwickelt, dass die Lage nicht ernst wird, ist die Möglichkeit den Impfstoff weiterzuverkaufen begrenzt.“

Bis zum Mittwoch waren 600.000 Dosen in Schweden eingetroffen. Über die Nachfrage ist noch wenig bekannt. Göran Stjerner möchte jedoch noch nicht sagen, dass man den Impfstoff nicht zum gleichen Preis weiterverkaufen kann zu dem er erworben wurde: „Rein theoretisch ist das natürlich so. Aber ich glaube das Risiko ist sehr gering. Unsere erste Alternative ist, dass wir den Kaufvertrag neu verhandeln, damit wir nicht so viele überzählige Dosen haben.“

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