Zu den wenigen Gefragten zäglen ausländische Spezialisten, so im IT-Bereich

Einwanderung hilft Sozialstaat nicht

Den öffentlichen Finanzen eines Staates ist mit einer umfassenden Einwanderung nicht gedient. Dies belegt ein im Regierungsauftrag verfasster Bericht, den Jan Ekberg, Professor für Volkswirtschaft am Zentrum für arbeitsmarktpolitische Forschung in Växjö, am Donnerstag vorlegte. Demnach sind die Effekte der Einwanderung gering, wenn es darum geht, das Sozialsystem zur Versorgung einer alternden Bevölkerung zu nutzen.

Eine Ursache dafür ist laut Ekberg, dass die Bevölkerung infolge von Einwanderung wächst, was die Sozialsysteme stärker herausfordert. Bei Zugrundelegung der derzeitigen schwedischen Beschäftigungsstruktur, bei der im Ausland Geborene in weitaus geringerem Maβe als im Inland Geborene am Arbeitsmarkt teilhaben, würden die negativen Effekte der Einwanderung laut Ekberg bei weniger als einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Dies entspricht in etwa den Schlussfolgerungen einer 2008 an der Universität Cambridge veröffentlichten Studie über die Effekte der Einwanderung unter anderem in mehreren europäischen Ländern. Demnach sind die Effekte für die öffentlichen Finanzen vergleichsweise gering und liegen im Bereich von minus bis plus 1 Prozent des BIP.

Für die Einwanderung könne es aber andere Argumente als eine Verbesserung der öffentlichen Finanzen geben, schreibt Ekberg. Dies gelte zum Beispiel für die Aufnahme von Flüchtlingen. Argumente gebe es auch für die Einwanderung von Spezialisten, wobei es sich dabei um eine begrenzte Anzahl handele.

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