Ging alles mit rechten Dingen zu?
Swedfund

Schwedische Entwicklungshilfe ruiniert Landwirte

Das staatliche schwedische Entwicklungshilfe-Unternehmen Swedfund hat den voraussichtlich bevorstehenden Verlust des gesamten Lebenswerks zahlreicher mazedonischer Kleinbauern mitverschuldet. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, hatten die Bauern Milch an die Meierei Swedmilk geliefert, waren in vielen Fällen aber für die Lieferungen nicht bezahlt worden. Mazedonische Behörden prüfen unterdessen, ob gegen die Meierei Anklage erhoben werden kann.

Swedfund war zweitgrößter Eigner der Meierei gewesen, die 2007 gegründet worden war und die modernste Meierei Mazedoniens hatte werden sollen. Im März dieses Jahres war sie jedoch mit einer Schuldenlast von umgerechnet rund 35 Millionen Euro in Konkurs gegangen. Am härtesten von dem Konkurs betroffen sind an die 2000 mazedonische Bauern, die Swedmilk beliefert hatten. Swedmilks Schulden bei den Bauern belaufen sich insgesamt auf 4 Millionen Euro.

Der von den mazedonischen Behörden jetzt geprüfte Verdacht auf kriminelle Tätigkeit betrifft laut dem Schwedischen Rundfunk Personen in der früheren Führungsspitze der Meierei. Auf das Entwicklungshilfe- Unternehmen Swedfund falle in diesem Zusammenhang kein Verdacht. Karin Isaksson, verantwortlich für Swedfund, wollte im Schwedischen Rundfunk gleichwohl die Angelegenheit nicht kommentieren. "Dies ist eine Beziehung, die uns als Investoren angeht. Wir sehen nicht den geringsten Anlass, öffentlich Kommentare über unsere Partner abzugeben", sagte Isaksson.

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