Gedenkplatz für die Ermordete
Stureby-Fall

Mordprozess-Urteil: "Ein Schlag ins Gesicht"

Die Angehörigen des 15-jährigen Mädchens, das im Juni von einem 16-Jährigen ermordet worden war, haben sich über das am Montag ergangene Urteil gegen den Mörder entsetzt geäuβert. Der 16-Jährige und seine ebenfalls 16-jährige frühere Verlobte, die ihn aus Eifersucht zu der Tat angestiftet hatte, waren jeweils zu einem Jahr und acht Monaten Aufenthalt in einem geschlossenen Jugendheim verurteilt worden.

Das Urteil sei wegen seiner Milde für die Angehörigen "ein Schlag ins Gesicht", sagte der Onkel des Opfers der Tageszeitung Dagens Nyheter. Es signalisiere, dass die Ermordete "nicht mehr wert gewesen" sei. Die Familie habe noch nicht entschieden, ob sie in Berufung gehen wolle.

Die Staatsanwaltschaft hatte für die zulässige Höchststrafe für Minderjährige, einen vierjährigen Aufenthalt in einem geschlossenen Jugendheim, plädiert. Das Gericht folgte jedoch dem Antrag der Verteidigung. Der Mörder und die Anstifterin waren zuvor in einer psychiatrischen Untersuchung als gesund befunden worden. Die Tat war über einen längeren Zeitraum geplant gewesen und nicht unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen verübt worden.

Wie das Gericht weiter entschied, müssen die Verurteilten gemeinsam umgerechnet rund 14.500 Euro Schadenersatz zahlen. Vater und Mutter der Ermordeten erhalten jeweils 6000 Euro, ihr Bruder erhält 2500 Euro.

 (Radio Schweden 19.8.2009)

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