Energiestudie

Neue Kernreaktoren, um alte zu ersetzen

Neue Kernreaktoren dürfen gebaut werden, wenn sie einen alten ersetzen, der aus dem Betrieb genommen wird. Zugleich soll die Schadenersatzpflicht für Kernkraftwerksbetreiber erhöht werden. Dies sind die beiden zentralen Vorschläge einer Studie zur Weiterentwicklung der schwedischen Kernkraft, die eine unabhängige Kommission Umweltminister Andreas Carlgren am Montag übergab.

Die Studie schlägt auch vor, dass eventuelle neue Kernreaktoren an einem der drei bisherigen Standorte zu bauen sind, um die Risikoverbreitung einzudämmen. Die Betreiberfirmen müssten sich zudem über Versicherungen absichern, dass sie bis zu 1,2 Milliarden Euro Schadenersatz für eventuell durch ihr KKW entstehende Schäden zahlen können. In Ausnahmefällen sollen auch unbegrenzte Schadenersatzforderungen möglich sein.
Die schwedische Regierung hatte im vorigen Jahr einen vom Reichstag gefassten Beschluss, die Kernkraft schrittweise abzuwickeln, ausgesetzt. Bis auf weiteres sollen keine weiteren Akws abgeschaltet werden. Zudem wurde erstmals zugelassen, die Weiterentwicklung der Kernkraft zu studieren. Das Umweltministerium hatte eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. Zuvor war lediglich die Erkundung alternativer Energiequellen zulässig gewesen.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade ljud i menyn under Min lista