Die Gewerkschaften präsentieren ihre Lohnforderungen. Mitte: Stefan Lövén. Foto: Anders Wiklund/Scanpix.
Tarifverhandlungen

Gewerkschaften verteidigen Lohnforderungen von 2,6 Prozent

Die Industrie- und Arbeitergewerkschaften fordern Lohn- und Gehaltserhöhungen in Höhe von 2,6 Prozent für das kommende Jahr. Die Kritik des Arbeitgeberverbandes Svenskt Näringsliv, der die Forderungen überhöht findet und meint, die Gewerkschaften nähmen keine Rücksicht auf die Wirtschaftskrise, wiesen die Verbände zurück.

„In der vorigen Lohnrunde 2007 forderten wir 3,7 Prozent. Nun haben wir die Forderung heruntergeschraubt, aber nicht soviel, dass die Reallöhne sinken. Das finden wir vertretbar“, sagte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall, Stefan Lövén. Unter Berufung auf das staatliche Konjunkturinstitut gab er zudem volkswirtschaftliche Erwägungen zu bedenken: „Eine Nullrunde würde den Konsum zum Stillstand bringen und dadurch die Beschäftigungssituation verschlechtern.“ 40 000 Arbeitsplätze koste laut dem Institut eine Beibehaltung der diesjährigen Löhne und Gehälter.
Die Tarifrunde in diesem Herbst ist die umfassendste in Schwedens Geschichte und betrifft drei Millionen Arbeiter und Angestellte in Industrie- und Dienstleistungsberufen.

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