Gerichtsentscheid

Schwangere haben Recht auf Krankengeld

Vier Frauen erhalten Recht in einem Prozess gegen die staatliche Versicherungskasse. Das Amtsgericht Stockholm sprach den Klägerinnen je umgerechnet 5 000 Euro Schadenersatz wegen Diskriminierung zu, weil die Versicherung ihnen das Krankengeld verweigert hatte, obwohl Ärzte die Frauen für schwere Beschwerden während der Schwangerschaft krankgeschrieben hatten.

Die Kasse hatte argumentiert, Schwangerschaft sei keine Krankheit, daher fielen die Beschwerden nicht unter die Krankenversicherung. Das Gericht entschied, es sei der Kasse nicht gelungen zu beweisen, dass die Verweigerung des Krankengeldes nichts mit der Schwangerschaft zu tun hatte. Daher handele es sich im vorliegenden Fall um Diskriminierung aufgrund der Schwangerschaft und damit des Geschlechts.
Mit dem Urteil wurde erstmals geprüft, ob die Krankenkasse für Schwangerschaftsbeschwerden zahlungspflichtig ist. Die Praxis der Kasse ist sehr unterschiedlich.

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