al-Shabab-Soldaten in Somalia. Foto: Mohamed Sheikh Nor/Scanpix.
Rebellen in Somalia

Rekrutierung in Freizeitheim

Ein Betreuer in einer von der örtlichen Moschee organisierten Freizeiteinrichtung für Jugendliche hat nach Zeugenaussagen im Stockholmer Vorort Rinkeby Freiwillige für die somalische Rebellenorganisation al-Shabab rekrutiert. Unter anderem habe er den Jugendlichen gedroht, sagt ein Zeuge, der aus Angst anonym bleiben möchte, dem Schwedischen Rundfunk:

„Ich habe gesehen, wie sie hier im Zentrum Bilder von Opfern gezeigt haben, Leuten, denen der Kopf abgeschlagen wurde und so, und das ist für nicht so Standhafte schwer zu ertragen“, sagt der Zeuge. Andere sagen, der Mann habe die Teilnahme als „einfache Fahrkarte ins Paradies“ angepriesen.
Der Beschuldigte ist seit etwa einem Jahr verschwunden und soll heute in Somalia bei al-Shabab eine Führungsposition einnehmen.
Vier Jahre lang erhielt das Freizeitheim von der Stadt Stockholm Zuschüsse in Höhe von etwa 10 000 Euro jährlich. 2008 wurden die Zuschüsse eingestellt, als den Behörden klar wurde, dass Jungen und Mädchen in dem Heim getrennt wurden. Heute ist das Heim geschlossen.

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