Schwedischer Soldat in Afghanistan

Schweden in Afghanistan verletzt

Fünf schwedische Soldaten sind in Afghanistan bei einem Sprengstoffattentat verletzt worden. Ein afghanischer Dolmetscher kam bei dem Anschlag ums Leben. Das haben die schwedischen Streitkräfte mitgeteilt.

Die Verletzungen der Schweden seien von unterschiedlichem Schweregrad, sagte eine Sprecherin der Streitkräfte der Nachrichtenagentur TT. Die Internetausgabe der Tageszeitung Svenska Dagbladet berichtete unter Berufung auf einen schwedischen Presseoffizier in Afghanistan, keine der Verletzungen werde als lebensbedrohlich angesehen. Es handele sich um Arm- und Beinbrüche und um Schürfwunden.

Außenminister Bildt, der sich zu Gesprächen mit der afghanischen Führung in Kabul aufhält, drückte den Betroffenen seine Teilnahme aus. Der Vorfall mache erneut den Ernst des Einsatzes deutlich, sagte Bildt zur Nachrichtenagentur tt und betonte die Kooperation mit der afghanischen Armee. „Man hat gesagt, die schwedischen Truppen seien angegriffen worden. Das ist nicht der Fall. Sie waren Teil einer größeren afghanischen Einheit, die eine selbstgebaute Sprengladung gefunden und entschärft hatte. Einen zweiten Sprengsatz hatte man leider übersehen und fuhr darüber“, erklärte Bildt.

Am Militäreinsatz der Vereinten Nationen in Afghanistan sind gegenwärtig rund 500 Schweden beteiligt. Sie tun Dienst in der ISAF-Truppe, die unter Befehl der NATO steht. Bisher hatten die Schweden in Afghanistan zwei Todesopfer zu beklagen.

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