Unter Druck: Vattenfall-Chef Lars G. Josefsson

Vattenfall unter Druck

Nach massiver Kritik gegen den Energieversorger Vattenfall hat Konzernchef Lars G. Josefsson Fehler eingeräumt und Anstrengungen zu deren Behebung angekündigt.

Wirtschaftsministerin Maud Olofsson hatte dem staatseigenen Konzern am Mittwoch vorgeworfen, dem Vattenfall-Image durch schlechtes Management, nur halbherzige Investitionen in umweltfreundliche Energieproduktion und mangelnde Atomkraftsicherheit geschadet zu haben. Im Schwedischen Rundfunk sagte Josefsson am Donnerstag, er begegne der Kritik "mit groβer Demut". Es gelte nun, die Anstrengungen für mehr Offenheit und Transparenz zu verstärken. Die Umstellung auf alternative Energiequellen verlaufe "gut", doch könne man noch nicht zufrieden sein. Auf die Frage, ob er für die Zukunft eine bessere Atomsicherheit zusichern könne, antwortete Josefsson, dies könne er "definitiv versprechen".

Unterdessen wächst auch in den Reihen der politischen Opposition die Kritik an dem Staatskonzern. Es sei eine "offenkundige Vertrauenskrise" entstanden, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Thomas Eneroth. Gemeinsam mit Grünen und Linken forderten die Sozialdemokraten neue Eignerdirektiven für Vattenfall. Insbesondere geht es der Opposition dabei um eine neue, die Umstellung auf umweltfreundliche Energie fördernde Konzernführung. Vor allem mit seinen Investitionen in den Kohleabbau in Ostdeutschland war Vattenfall in den vergangenen Jahren in die Kritik geraten.

  (Radio Schweden 10.11.2009)

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