Mischt sich ein: Rädda Barnen

Kinderrechtsorganisation kritisiert neue Einwanderungsregeln

Die geplante Anpassung der schwedischen Gesetzgebung zur Familienzusammenführung an die Regeln der Europäischen Union ist bei Kinderrechtsorganisationen auf Kritik gestoßen. Nach dem Vorschlag, auf den sich die bürgerlichen Koalitionsparteien am Mittwoch geeinigt hatten, will Schweden ebenso wie die übrigen EU-Länder gesicherte Einkommens- und Wohnverhältnisse zur Bedingung von Familienzusammenführungen machen.

Ein Immigrant, der Angehörige nach Schweden nachholen möchte, muss also Arbeitsplatz und Wohnung vorweisen können. Familien mit Kindern sollen von dieser so genannten Versorgungsforderung jedoch ausgenommen werden. Die Organisation "Rädda Barnen" ("Rettet die Kinder") kritisierte diese Ausnahme als nicht weit reichend genug. Kristina Swiech, die Juristin der Organisation, sagte im Schwedischen Rundfunk, die Ausnahmeregelung müsse für sämtliche Kinder gelten. Insbesondere denke man dabei an elternlose Kinder. So müsse es für ein Waisenkind aus Somalia, das Verwandte, wie etwa eine Tante oder einen Onkel, in Schweden habe, die Möglichkeit geben, bei diesem Verwandten ín Schweden zu wohnen.

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