Vattenfall

Koalition uneinig über Kernkraft

Die Regierungskoalition ist sich nicht einig, was die Zukunft des im staatlichen Besitz befindlichen Energieversorgers Vattenfall betrifft. Während Wirtschaftsministerin Maud Olofsson der Kernkraft eher zurückhaltend gegenüber steht, meint der energiepolitische Sprecher der Liberalen, Carl B Hamilton, dass sich Vattenfall, mehr bei Kernkraftprojekten im Ausland engagieren soll.

„Das ist wichtig, weil Vattenfall dann lernt, wie man neue Reaktoren mit moderner Technik plant und baut. Das wird dann von  Nutzen sein, wenn man dies in Schweden tut“, so Hamilton gegenüber dem Schwedischen Rundfunk.

Unterdessen hat die rot-grüne Opposition Wirtschaftsministerin Maud Olofsson vor dem Verfassungsausschuss des Reichtages angeklagt. Der Ausschuss soll ihre Rolle in den Ereignissen um Vattenfall klären. Die Regierung hatte vergangene Woche den bisherigen Konzernchef Lars G Josefsson wegen seiner Zusagen bei einem möglichen Reaktorunglück in Deutschland und der Pläne, die Anteile am schwedischen Stromnetz zu verkaufen, abgelöst.