Automobilbranche

Analysten: GM will Saab nicht verkaufen

Update: 21.12.09 14:45 Uhr

Trotz eines erneuten Angebots für den Kauf von Saab-Automobile, scheinen die Chancen für den niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars gering zu sein. Experten vermuten, Saab-Mutterkonzern General Motors wolle keine Konkurrenz zu anderen GM-Marken entstehen lassen und unter anderem den Markennamen Saab veräußern. An einer Krisensitzung, die Wirtschaftsministerin Maud Olofsson mit Vertretern von Saab, der Stadt Trollhättan, Arbeitsamt und mehreren Gewerkschaften für die Mittagszeit anberaumt hat, nimmt kein Repräsentant von GM teil.

Gewerkschaftsvertreter haben eine ernsthafte Prüfung des neuen Kaufangebotes für Saab von GM gefordert. Das nachgebesserte Angebot zeige, dass Spyker „ein erhebliches Interesse" an einer Übernahme Saabs habe, betonte der Chef der schwedischen Gewerkschaft IF Metall, Stefan Loefven.

Das neue Angebot von Spyker Cars vom Sonntag enthält nach Angaben des exklusiven niederländischen Sportwagenherstellers keine Klauseln mehr, die bis zuletzt einer Einigung mit GM im Wege gestanden hätten. Das Angebot läuft am Montag um 23.00 Uhr aus.

GM hatte am Freitagnachmittag mitgeteilt, dass Saab Pkw stillgelegt werde, nachdem mit Spyker keine Einigung über den Kauf des schwedischen Autobauers erzielt werden konnte.

Von der Stilllegung des Werks in Trollhättan sind unmittelbar rund 3.500 Arbeitsplätze betroffen. Saab-Mitarbeiter reagierten mit Enttäuschung und Bestürzung auf die Mitteilung vom Ende der Verhandlungen am Freitag. Nach Gewerkschaftsangaben könnte das Aus des Autobauers den Verlust von insgesamt 8000 Arbeitsplätzen in Schweden bedeuten, weil auch Zulieferer betroffen sind.

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