NordStream vor der schwedischen Küste.
Ostsee-Pipeline

Streitkräfte: Nordstream begünstigt Überwachung der Ostsee

Die Gaspipeline NordStream verbessert nach ihrer Fertigstellung Russlands Möglichkeiten den U-Bootverkehr in den internationalen Gewässern der Ostsee zu kontrollieren, befürchten die schwedischen Streitkräfte. Schweden hatte dem Bau der Leitung im November 2009 zugestimmt.

An der 1 200 Kilometer langen Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland würden Sensoren angebracht, die wie gewöhnliche Stromkabel aussehen, erklärt Fredrik Westerlund, sicherheitspolitischer Analytiker am Forschungsinstitut der schwedischen Streitkräfte (FOI): „Schwedische U-Boote und die anderer Staaten werden erfasst, wenn sie die Leitung passieren. Das schränkt ihren Bewegungsspielraum ein.“

Überwachung durch russische Marine


Die schwedischen Streitkräfte gehen davon aus, dass die Gasleitung außerdem durch russische Marineschiffe bewacht wird. Russlands Regierungschef Putin habe dies bereits angekündigt, erklärt ein Mitarbeiter von FOI.

Nordstreams Repräsentant in Schweden, Lars O. Grönstedt, allerdings dementiert die Überwachungsangaben: „Die Kontrolle in den schwedischen Zonen geschieht durch die schwedische Küstenwache, in den dänischen Zonen durch die dänische und so weiter. Eine russische Überwachung hätte also keinen Mehrwert.“

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