MEDIZIN

Todesfälle nach Nebenwirkungen wären vermeidbar

Mit einer besseren Kontrolle der Nebenwirkungen von Medikamenten könnten in Schweden alljährlich an die 400 Menschenleben gerettet werden. Das berichtet der Schwedische Rundfunk unter Berufung auf mehrere wissenschaftliche Studien. Demnach sind unnötige Todesfälle infolge von Nebenwirkungen relativ verbreitet.

Als Beispiel für einen solchen unnötigen Todesfall wurde der Fall einer Frau genannt, die nach mehreren Magengeschwüren ein Schmerzmittel erhielt, das unter keinen Umständen an Patienten mit früheren Magengeschwüren verschrieben werden darf. Staffan Hägg, Pharmakologe bei der Provinzialverwaltung in Östergötland, bezeichnete die unsachgemäβe Verschreibung von Medikamenten als "das gröβte Problem hinsichtlich der Patientensicherheit". Nötig sei eine systematischere Arbeit mit dem Problem, bessere Fortbildung und ein "allgemein strategischeres Denken bei der Medikamentenvergabe".

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