Fesgenommener Bosnier

Experten bezweifeln juristische Möglichkeiten der Verurteilung

Schwedens Gesetze reichen zur Ahndung von Kriegsverbrechen nicht aus. Diese Ansicht äußern Juristen im Hinblick auf den am Dienstag festgenommenen 43-jährigen Bosnier, dem vorgeworfen wird, während des Balkankrieges Anfang der 90er-Jahre serbische Zivilisten gefoltert und ermordet zu haben. Grund sei die Tatsache, dass die schwedische Gesetzgebung lediglich die Tatbestände Völkerrechtsbruch und Völkermord abdeckt, nicht jedoch den Tatbestand Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Seit 2001 ist es möglich, im Ausland begangene Kriegsverbrechen in Schweden zu ahnden. Dies ist der erste Fall, bei dem eine Sonderkommission der Kriminalpolizei diesen Weg beschreitet.
Der Anwalt des Festgenommenen teilte mit, sein Klient beteuere seine Unschuld.

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