Das Katastrophengebiet in Haiti
ERDBEBEN IN HAITI

Schwedische Hilfe für Haiti

Der schwedische Telekommunikations-Konzern Ericsson wird im Katastrophengebiet in Haiti im Auftrag der Vereinten Nationen ein provisorisches Telefonnetz einrichten. Das berichtet der Schwedische Rundfunk. Am Wochenende hatte Schweden darüber hinaus weitere Hilfssendungen nach Haiti auf den Weg gebracht.

Das Telefonnetz im Katastrophengebiet ist in weiten Teilen zerstört, was die Hilfsmaβnahmen maβgeblich erschwert. Vier Ericsson-Mitarbeiter ständen für die Reise nach Port-au-Prince bereit, sagte Ericsson-Sprecherin Josephine Edwall im Schwedischen Rundfunk. "Wenn sie vor Ort sind, werden sie das System installieren, es besteht aus Masten, Transmittern und diverser Technik, die dafür sorgt, dass das Mobilnetz funktionieren kann", so Edwall. "Sie sollen auch dafür sorgen, dass die Mitarbeiter der Rettungsdienste mit Handys ausgestattet werden und dass alles so rasch wie möglich in Gang kommt."

Am Samstag und Sonntag waren zudem von Stockholm-Arlanda und Örebro aus drei Flugzeuge mit unter anderem Ausrüstung für ein Zeltlager gestartet. Die ersten Mitarbeiter der Behörde für Gesellschaftsschutz und Bereitschaft sind bereits in Port-au-Prince eingetroffen. 

Schon unmittelbar nach der Erdbebenkatastrophe hatten Hilfsorganisationen von der hohen Spendenbereitschaft der Schweden berichtet. Bis zum Montagvormittag waren unter anderem beim Schwedischen Roten Kreuz, der Organisation Rettet die Kinder und der Schwedischen Kirche Spendengelder in Höhe von umgerechnet mindestens fünf Millionen Euro eingegangen.

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