Saab-Zukunft

Hybridantrieb statt Elektroautos?

Update 12:20

Einen Tag nach Bekanntgabe der Übernahme von Saab Automobile durch Spyker Cars zeichnen sich erste Richtungsveränderungen ab. Spyker-Vorstand Victor Muller äußerte im Schwedischen Rundfunk Zweifel am Sinn der Herstellung reiner Elektroautos.

Muller sieht Infrastrukturprobleme für die Nachladung der Batterien, die auch langfristig nicht oder nur schwer lösbar seien. Saab hat kürzlich umgerechnet 20 Millionen Euro in die Entwicklung eines reinen Elektroautos investiert. Erste Prototypen sollen zum Ende dieses Jahres präsentiert werden. Der neue Saab-Eigentümer zieht die so genannte Hybridtechnologie vor, also einen kombinierten Elektro- und anderen Treibstoffantrieb und möchte Saab in diese Richtung entwickeln. Außerdem drückte Muller den Wunsch aus, dass Saab seinen Sportwagen Aero X fertig entwickelt, der bislang nur als Prototyp existiert.

Zugleich teilte Saab mit, dass die Produktion in der Fabrik in Trollhättan ab der kommenden Woche stillstehen wird. Der Saab-Fabrik fehlen derzeit die Komponenten, da seit Einleitung des Insolvenzverfahrens bei den Zulieferern keine neuen Teile mehr bestellt wurden. Sobald das Insolvenzverfahren gestoppt ist, kann Saab den Einkauf neuer Teile veranlassen, deren Herstellung jedoch einige Wochen in Anspruch nehmen wird, teilte die Saab-Geschäftsleitung mit.

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