WAHLEN

Parteichefs zeigen Flagge

In Vorbereitung auf die Reichstagswahlen im September haben sich Regierungs- und Oppositionslager in einer neuerlichen Fernsehdebatte positioniert. In der Debatte zwischen der bürgerlichen Regierung aus konservativen Moderaten, Liberalen, Christdemokraten und Zentrum sowie dem linken Block aus Sozialdemokraten, Linkspartei und Grünen standen die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sowie die Veränderungen in der Krankenversicherung im Mittelpunkt.

Die sozialdemokratische Parteichefin Mona Sahlin betonte, die Arbeitslosigkeit erreiche mittlerweile nahezu neun Prozent. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit steige unvermindert. Die bürgerliche Regierung habe sich auf Steuersenkungen konzentriert, statt die Erwerbslosigkeit wirksam zu bekämpfen, sagte Sahlin. Regierungschef Fredrik Reinfeldt kritisierte, die Opposition biete keine wirklichen Alternativen.

Mehrfach wurde in der Debatte die Uneinigkeit des rot-grünen Oppositionslagers deutlich. So plädieren im Bereich der Schulpolitik die Sozialdemokraten für eine Notenvergabe ab der siebten Klasse, Linke und Grüne ab der neunten Klasse. Uneins ist die Opposition unter anderem auch hinsichtlich der schwedischen Präsenz in Afghanistan. Die Linkspartei lehnt den schwedischen Einsatz ab, während Sozialdemokraten und Grüne ihn vorerst für notwendig halten.

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