Der Prozess fand viel Beachtung
JUSTIZ

Umstrittenes Mord-Urteil bestätigt

In dem viel beachteten Prozess um den so genannten Stureby-Mord, bei dem Opfer und Täter Jugendliche sind, hat das Oberlandesgericht am Freitag das Urteil des Amtsgerichts bestätigt. Ein 16-Jähriger und seine gleichaltrige frühere Verlobte werden demnach für den Mord an einer 15-Jährigen beziehungsweise für die Anstiftung zum Mord jeweils zu einem Jahr und acht Monaten Aufenthalt im geschlossenen Jugendheim verurteilt. 

Die Höchststrafe für Jugendliche liegt bei vier Jahren Aufenthalt im geschlossenen Jugendheim. Die Staatsanwaltschaft hatte mit Verweis auf die lange Vorbereitung der Tat und den "eiskalten, brutalen Egoismus" der Täter eine längere Strafe gefordert. In der Urteilsbegründung des Gerichts wurde stattdessen erneut vor allem auf das geringe Alter der Täter verwiesen. In der Begründung heisst es, die Strafzeit von einem Jahr und acht Monaten entspreche, "wie vom Amtsgericht bereits angemerkt, zehn Jahren Gefängnis für eine erwachsene Person".

Auch bei den Schadenersatz-Summen bestätigte das Gericht das Urteil der ersten Instanz. Die Verurteilen müssen demnach gemeinsam an Mutter und Vater der Ermordeten jeweils umgerechnet 6000 Euro und an ihren Bruder 2500 Euro zahlen. 


(Radio Schweden 27.10.2009)

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