Ist von seinen Parteikollegen enttäuscht: Sten Nordin, Vorsitzender des konservativen Ortsverbandes Stockholm
Mitgliederwerbungsskandal

Drei konservative Kandidaten treten ab

Im Parteiwerbungsskandal bei den Konservativen hat der Stockholmer Ortsverband einen unabhängigen Bericht des Beraterunternehmens Ernest and Young vorgelegt. Dieser förderte zu Tage, dass drei Kandidaten der Konservativen in Einwanderervororten systematisch Mitglieder geworben hatten, deren Mitgliedsbeiträge sie selbst entrichteten. Im Gegenzug gaben die Geworbenen ihre Stimme bei der Nominierungswahl für die Reichstagslisten für die jeweiligen Kandidaten ab.

Absicht war, den Kandidaten aussichtsreiche Listenplätze zu sichern. Die drei Kandidaten haben die Konsequenzen gezogen und ihre Kandidatur niedergelegt. Der Vorsitzende der Stockholmer Konservativen sagte, die Vorgehensweise verstoße nicht ausdrücklich gegen die Satzung der Partei, sei aber vor allem wegen des großen Umfanges moralisch nicht tragbar.

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