Kannte das Urteil einen Tag im Voraus: Pirate Bay-Gründer und Verurteilter Peter Sunde
Pirate Bay

Undichte Stelle bei Gericht unauffindbar

Die Ermittlungen gegen Unbekannt im Fall eines Lecks bei Gericht im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen das File-Sharing-Unternehmen Pirate Bay werden eingestellt. Aufgrund technischer Mängel im Computersystem des Gerichts sei nicht möglich zu ermitteln, wer das Urteil vorzeitig an einen Journalisten weitergegeben habe, teilte die Staatanwaltschaft mit.

Einer der Angeklagten hatte am 16. April vorigen Jahres auf seinem Mikroblog den Ausgang des Urteils bereits einen Tag vor der Urteilsverkündung bekannt gemacht. Er dabei berief er sich auf Informationen, die er von einem Journalisten erhalten haben wollte.

Offenbar hatte ein Mitarbeiter des Amtsgerichtes Stockholm das Urteil auf seinem Computer angeschaut und den Inhalt dann mündlich weitergegeben. Das reine Anschauen eines Dokumentes hinterlässt im Computersystem des Gerichts keines Spuren, so die Staatsanwaltschaft.

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