Das Dach der 30 Millionen Euro-Arena stürzte teilweise ein.
Schnee-Winter

Einstürzende Gebäude: Pfusch am Bau?

Update 14:25

Vielerorts in Schweden blieben Schulen, Kindergärten und Arbeitsplätze am Montag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Bedienstete von Städten und Gemeinden sowie Hausverwaltungen sind angetreten, um Dächer von Schneemassen zu befreien. In der Nacht fiel örtlich bis zu ein Meter Neuschnee. Unter den Schneemassen sind in den letzten Wochen etwa 20 größere Gebäude eingestürzt.

Am Wochenende kollabierten die neu gebaute Sportarena in Vänersborg in Westschweden, eine Werkshalle in Falkenberg, eine Kunsthalle in Bjärnum sowie eine Tennishalle im mittelschwedischen Nyköping. Am Freitag starb ein 70-jähriger Mann, als das Dach einer Werkshalle in Borås einstürzte und am Wochenende kam ein 60-Jähriger in Alvesta unter einem eingestürzten Holzschuppen zu Tode.

Aufgrund des Ausmaßes der Einstürze werden zunehmend Fragen über die geltenden Bauvorschriften beziehungsweise die Kontrolle ihrer Einhaltung laut. Im Falle eines vor zwei Wochen eingestürzten Schulgebäudes in Hudiksvall ermittelt die Gemeinde, ob beim Bau gepfuscht wurde.  

Bislang deute nichts darauf hin, dass die schwedischen Dimensionierungsvorschriften für Dächer falsch seien, sagte ein Sprecher der zuständigen Behörde boverket im Gespräch mit Radio Schweden. Die eingestürzten Gebäude seien falsch berechnet gewesen, wahrscheinlich aus Schlamperei, nicht aus betrügerischer Absicht. Die für die Bauaufsicht zuständigen Kommunen müssten ihre Kontrollen verschärfen, so der Beamte.

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