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Weltausstellung

Vorreiter in Sachen Umwelt

Illustration: August Wiklund/Sweco

Ein innovatives Land, das clevere Lösungen unter anderem für Umweltprobleme anbietet: So will sich Schweden auf der Weltausstellung Expo 2010 in Shanghai präsentieren. Vom 1. Mai an konkurriert der schwedische Pavillon in Shanghai mit mehr als 200 anderen Ländern steinhart um die Gunst der voraussichtlich 70 Millionen Besucher. Im Gewimmel der Aussteller gilt es, Akzente zu setzen.

Vier groβe gläserne Würfel, zwischen denen man hin- und hergehen kann. So präsentiert sich, auf insgesamt 3000 Quadratmetern Grundfläche, der schwedische Pavillon. Alles unter dem Motto: „Spirit of Innovation", „Geist der Erneuerung". Die Überzeugung, dass ein solcher Geist Schweden prägt, sollen die Besucher mit nach Hause nehmen, erklärt Projektleiterin Carin Lembre: „Sie werden eine Botschaft mit auf den Weg bekommen, die in fünf verschiedenen Ausstellungshallen gestaltet wird und wo man ein Gefühl für den Hintergrund dessen bekommen soll, was Schweden zu dem Land gemacht hat, das es jetzt ist. Während der Arbeit mit der Ausstellung in China haben wir Chinesen getroffen, die gesagt haben: ‚Ihr seid das kleine Land mit den groβen Unternehmen'. Wir wollen versuchen zu erklären, auf welche Weise das so geworden ist, obgleich wir ein kleines, abgelegenes Land mit wenigen Einwohnern sind."

Umwelt-Pionier

140 Millionen Kronen, umgerechnet rund 14 Millionen Euro, lässt sich Schweden die Teilnahme an der Weltausstellung kosten. Für sieben Millionen Euro steht dabei der Staat, die zweite Hälfte finanzieren schwedische Firmen und schwedische Kommunen. Schweden präsentiert sich gern als ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz - ein Aspekt, der laut Carin Lembre auch in Shanghai eine groβe Rolle spielen soll: „Wir werden dabei auf fünf praktische Beispiele fokussieren. Es geht um Energie, Wasser, Abfallbehandlung und Waldwirtschaft. Als Beispiele nennen wir unter anderem die Sanierung des Trummen-Sees bei Växjö und den Aufbau des Stadtteils Hammarby Sjöstad in Stockholm, der auf einem ehemals verunreinigten Industriegebiet entstand." Nachahmung erwünscht Die schwedischen Beispiele fänden nicht zuletzt im Gastgeberland China groβe Aufmerksamkeit, erklärt Annika Rembe, schwedische Generalkommissarin der Ausstellung. „Man ist sehr neugierig auf schwedische Lösungen. Natürlich können sie nicht allesamt einfach eins zu eins übertragen werden. Aber das Beispiel Hammarby Sjöstad, wo man sich gemeinsam hinsetzte und alle Aspekte bedachte, die wichtig sind, um eine nachhaltige Stadt zu bauen - das ist etwas, was die Chinesen und Menschen aus der ganzen Welt studieren werden. Man ist auch interessiert daran, wie schwedische Firmen mit starkem Engagement für die Umwelt ihr grünes Profil aufbauen."

In klingender Münze

Das Ziel, Interesse für Schweden zu wecken, ist freilich kein Selbstzweck. Auf längere Sicht sollen sich die investierten 14 Millionen Euro möglichst in klingender Münze auszahlen - so indem schwedische Firmen Waren und Dienstleistungen ins Ausland verkaufen. Ob der schwedische Einsatz bei früheren Weltausstellungen entsprechend rentabel gewesen sei, lasse sich leider nicht genau ausmachen, sagt Carl Cederschiöld, Vorsitzender des Expo 2010-Komitees: „Als wir mit dem Aufbau dieser Ausstellung begannen, stellten wir fest, dass es um solche Auswertungen sehr dünn bestellt ist. In den Auswertungen wird auf diese Frage nicht eingegangen. Unser Ziel ist es nun, in unserem Abschlussbericht durchaus zu beschreiben, was das Ganze gebracht hat - nicht zuletzt als Hilfe für kommende Veranstaltungen."

Immerhin, betont Cederschiöld, habe sich beispielsweise auch bei der jüngsten Weltausstellung in Sevilla gezeigt, dass Sponsor-Firmen einen gröβeren Bekanntheitsgrad erlangten und daraus Nutzen ziehen konnten.

Schwachpunkt Menschenrechte

Dass es sich beim Gastgeber für die kommende Weltausstellung ausgerechnet um China handelt, mag so manchem mit Blick auf die Themen Demokratie und Menschenrechte die Freude an der Veranstaltung vergällen. Carl Cederschiöld sieht die Dinge pragmatisch: „Von Seiten des Komitees können wir nur feststellen, dass Schwedens Regierung und Reichstag beschlossen haben, dass wir an der Weltausstellung teilnehmen, und zwar in recht groβem Umfang. Die schwedische Regierung hat gegenüber China mehrfach vorgebracht, was man von verschiedenen Dingen im Bezug auf die Menschenrechte hält. Dies ist nicht Aufgabe des Komitees. Gleichwohl wollen wir subtil die Botschaft verbreiten, dass Zusammenarbeit, Meinungsfreiheit, Toleranz und Kreativität nicht nur im politischen Zusammenhang ein Vorteil sind. Sie sind auch vorteilhaft, wenn man als Land kreativ sein will."

Anne Rentzsch

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