Birgitta Almgren
Stasi-Akten

Vorwurf: Rechtsapparat schützt Prominente

Polizei und Rechtssystem schützten prominente Schweden vor der Enthüllung als Freunde der DDR. Diesen Vorwurf erhebt die Germanistik-Professorin Birgitta Almgren in einem Artikel in der Tageszeitung Dagens Nyheter. Sie kommentiert damit die gerichtliche Ablehnung ihres Antrags auf Veröffentlichung von Akten aus dem Archiv des ehemaligen DDR-Staatssicherheitsdienstes.

Almgren beabsichtigt, die Daten für ein Projekt über die subtile Beeinflussung auszuwerten, die Diktaturen auf Demokratien ausüben können.

Beim Zusammenbruch der DDR war der amerikanische Geheimdienst CIA in den Besitz des so genannten Rosenholzarchivs mit Namen von ausländischen Informanten der Stasi gekommen, darunter etwa 50 Schweden. 2003 wurden die Akten an Deutschland zurückgegeben, und die dortigen Behörden leiteten sie an die jeweils betroffenen Länder weiter. Während beispielsweise Finnland die Akten veröffentlichte, hält Schweden auf Anraten der Sicherheitspolizei Säpo die Informationen über die schwedischen IMs weiterhin unter Verschluss.

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