Religion - Kultur - Medizin

Ärzteverband: Beschneidung erst in der Pubertät

Der Verband der schwedischen Ärzte rät seinen Mitgliedern offiziell von der Durchführung von Beschneidungen bei kleinen Jungen ab, wenn diese nicht medizinisch indiziert sind. Andernfalls sollte die Operation erst durchgeführt werden, wenn die Jungen in der Pubertät seien und selbst entscheiden können, so die Empfehlung.

Der Verband reagiert damit auf Empfehlungen des Städte- und Provinzverbandes, der die für das Gesundheitswesen zuständigen Provinzen aufgefordert hat, zur Vermeidung von Folgeinfektionen Beschneidungen im Rahmen des Gesundheitssystems anzubieten.

Jährlich werden in Schweden rund 3000 kleine Jungen aus religiösen und kulturellen Gründen beschnitten. Zwei von drei Eingriffen werden nicht von medizinischem Personal durchgeführt.

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