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Olympische Mode

Schweden häkelt Mützen

Die Kopfbedeckungen der schwedischen Olympiamannschaft machen unerwartet Karriere. Auf Fernsehschirmen und Pressebildern sind die Wintermützen der Schweden in Kanada unübersehbar, Björn Ferry, Charlotte Kalla, Daniel Rickardsson, Helena Jonsson und Anja Pärson  tragen Medaillen um den Hals und Häkellook auf dem Kopf. Die Fans daheim tun es ihnen nach, am Skihang und in der Straßenbahn: Blau-gelbe Häkelmützen liegen plötzlich voll im Trend.

Designerin des Erfolgshütchens - wie auch der anderen Bekleidung des olympischen Teams seit 1998 – ist Eva Christensson. Sie hat einen street-smarten Modecoup gelandet. „Die Mütze war von vornherein mein Lieblingsteil in dieser Kollektion“, sagt sie. „Sie hat einen jugendlichen Look und steht sowohl Blonden wie Brünetten.“ Möglicherweise könnten der strenge Winter und ein wachsendes Interesse an Handarbeiten zur Popularität beitragen, vermutet Christensson.

Wer sich sportlich nicht für die offizielle olympische Mütze qualifiziert, kann sie in ein oder zwei Fernsehabenden selbst machen. Einen Haken hat diese Do-it-Yourself-Aktion allerdings: Nadeln der Größe Nummer 8 sind in weiten Teilen Schwedens ebenso Mangelware wie das Mützengarn in den Farben gelb, blau, schwarz und weiß. Die Einzelhändler bemühen sich vergebens, die unerwartete Nachfrage durch Neubestellungen zu decken.

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