Auch Moscheen leben gefährlich (hier: Nasir-Moschee in Göteborg)
HASSVERBRECHEN

Juden zunehmend bedroht

Die Zahl so genannter Hassverbrechen gegen Angehörige religiöser Gruppen steigt in Schweden stetig an. Das berichtet die Nachrichtenagentur TT mit Verweis auf eine Untersuchung der Polizei in Skåne. Demnach haben sich in Malmö im vergangenen Jahr Hassverbrechen gegen Juden verdoppelt. Nach Angaben der Opfer handelt es sich bei den Tätern häufig um Muslime, deren Zahl in Malmö in den vergangenen Jahren stark angewachsen ist, vor allem infolge von Immigration. 

Viele Juden erwägten derzeit, aus Malmö wegzuziehen, sagte die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Schweden, Lena Posner Körösi. Jedoch hätten die Übergriffe gegen Juden landesweit zugenommen.

Auch Übergriffe gegen Muslime nahmen 2008 zu. Die Vorsitzende des Schwedischen Muslimischen Rates, Helena Benaouda, sagte, sie erhalte täglich telefonische Drohungen. Drohungen, Beleidigungen und tätliche Angriffe gegen Muslime gehörten mittlerweile zum Alltag. Auch Anschläge auf Moscheen nahmen im vergangenen Jahr zu. Insgesamt wurden 2008 nach Angaben des Rates für Verbrechensvorbeugung 600 Anzeigen wegen religiös motivierter Straftaten erstattet.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".