Im Rechnen und Schreiben sind viele schwedische Schüler keine Leuchten
BILDUNG

Schulbehörde kritisiert Reformen

Die von der bürgerlichen Regierung vorangetriebene Reform des schwedischen Schulsystems ist zu rasch verlaufen. Dies hat die zentrale Schulbehörde in einem am Montag vorgelegten Bericht an die Regierung kritisiert. Insbesondere wendet sich das Amt gegen die Art und Weise der Vergabe schriftlicher Bewertungen in der Unterstufe. 

Vielfach seien die Lehrer verunsichert und dieser Aufgabe nicht gewachsen, schreibt das Amt. Sie tendierten dazu, statt des Wissens und Könnens der Schüler persönliche Eigenschaften zu bewerten.

In mehreren internationalen Studien der letzten Jahre hatte sich gezeigt, dass die Leistungen schwedischer Schüler kontinuierlich zurückgegangen sind. Die bürgerliche Regierung führt dies auf eine jahrzehntelange Atmosphäre der Anspruchslosigkeit gegenüber den Schülern zurück. So werden Zensuren bisher erst ab dem achten Schuljahr vergeben. Die Regierung plant jedoch eine Vergabe ab der sechsten Klasse. Beschlossen hat sie bereits die Einführung landesweiter Leistungstests bereits in den ersten Schuljahren. Auch die schriftlichen Bewertungen in der Unterstufe wurden auf einen Regierungsbeschluss hin 2008 verbindlich eingeführt.

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