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Umwelt

Umstrittenes Windkraft-Projekt bewilligt

Publicerat torsdag 4 mars 2010 kl 13.54
Strahlende Zukunft: Windkraftwerk

Die bürgerliche Regierung hat am Donnerstag ein umfassendes Windkraft-Projekt bewilligt. Im nordschwedischen Piteå sollen demnach insgesamt 1100 Windkraftwerke gebaut werden. Unter anderem in der samischen Urbevölkerung stöβt dieser Plan auf Ablehnung. Gleichwohl geht die Regierung davon aus, dass der gigantische Windkraftpark im Wesentlichen keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt in Nordschweden haben wird.

„Dies ist zweifellos das mit Abstand gröβte Projekt zur Windkraftproduktion, das es in Schweden je gab“, so Umweltminister Andreas Carlgren am Donnerstag. Bisher produzieren alle schwedischen Windkraftwerke zusammen pro Jahr drei Terrawattstunden Strom. Die Riesen-Anlage bei Piteå soll zwölf Terrawattstunden produzieren. Das entspricht der Stromproduktion von zwei Atomkraftwerken und reicht für das Beheizen von zwei Millionen Einfamilienhäusern. Die Kosten für das Projekt werden mit umgerechnet vier bis sechs Milliarden Euro angegeben. Für Bau und Betrieb der Windkraftwerke, die eine Gesamthöhe von 200 Metern haben werden, steht das Unternehmen Markbygden Vind AB, eine Tochterfirma des in Nordschweden ansässigen Privatunternehmens Swewind.

Unruhe bei Rentierzüchtern

Der Grund und Boden, auf dem der Windpark errichtet wird, dient im Winter traditionell als Weidegebiet für Rentiere. Die im Samidorf Östra Kikkejhaure zusammengeschlossenen Rentierzüchter hatten sich daher stark gegen den Bau gewandt. Laut Umweltminister Carlgren sind Rentierzucht und Windkraftanlagen aber durchaus vereinbar. Die Rentierzucht werde jedenfalls nicht „merkbar erschwert“, heiβt es im Gutachten der Regierung. Sollte dies dennoch geschehen, dann sei Markbygden Vind AB zu entsprechender Entschädigung verpflichtet. „Man wird darauf achten, nicht zu bauen, während die Rene sich dort aufhalten“, so Carlgren. „Eine andere Möglichkeit ist, andere Vegetation zur Verfügung zu stellen oder, wenn dies nötig ist, Entschädigungen für die Zusatzfütterung zu zahlen.“

Einigung steht noch aus

Das Unternehmen soll nun in der Folgezeit gemeinsam mit den Samidörfern und den Provinzialverwaltungen klären, wie die Anlagen die Rentierzucht beeinflussen und auf welche Weise Störungen bestmöglich zu vermeiden sind. Um die weit verbreitete Unruhe zu dämpfen, wonach der Windkraftpark unberührte nordschwedische Landschaften grundsätzlich verschandeln und beeinträchtigen könnte - mehrere Kommunen befürchten infolgedessen auch Nachteile für den Tourismus -, hat sich das Unternehmen zudem verpflichtet, beispielsweise in Naturreservaten keine Kraftwerke zu platzieren. Zunächst einmal soll nun ein Programm erarbeitet werden, um den Einfluss der Kraftwerke auf Flora und Fauna, insbesondere auf Vögel, zu untersuchen. Erst wenn die Provinzialverwaltung das Programm gut geheiβen hat, kann mit dem Bau begonnen werden. 

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