Kritikwürdig: Ringhals
Erneut Sicherheitsmängel

Regierung plant neue Atomkraftwerke

Die Sicherheit im schwedischen Kernkraftwerk Ringhals ist in mehreren Punkten mangelhaft. Dies hat das Atomenergieorgan der Vereinten Nationen nach einer dreiwöchigen Inspektion angemerkt.

Unter anderem müsse das Risiko gemindert werden, dass sich radioaktive Partikel über kontrollierte Bereiche hinaus ausbreiten könnten, schreiben lokale Medien unter Verweis auf erste Inspektionsberichte. In den vergangenen Jahren waren wiederholt grobe Sicherheitsmängel in schwedischen Atomkraftwerken bekannt geworden. Der Abschlussbericht des UN-Organs zu Ringhals wird erst in drei Monaten vorgelegt.

Unterdessen fasst die Regierung den Bau neuer Atomkraftwerke ins Auge. Wie das Schwedische Fernsehen berichtet, soll in der kommenden Woche ein entsprechender Gesetzesvorschlag präsentiert werden. Demach sollen die gegenwärtig zehn Reaktoren durch neue ersetzt werden können, während gleichzeitig eine Obergrenze von zehn Stück bestehen bleibt. Der Ausgang der endgültigen Abstimmung, die für Juni geplant ist, ist allerdings noch ungewiss. Um das geplante Gesetz zu Fall zu bringen, müssten nur vier Abgeordnete der Regierungsparteien gegen die offizielle Vorgabe stimmen. Zumal in der Zentrumspartei ist die Frage kontrovers. Zwei Mitglieder der Zentrumspartei sowie ein Repräsentant der konservativen Moderaten haben bereits angekündigt, bei der Abstimmung ausscheren zu wollen.

 (Radio Schweden 17.3.2010)

 (Radio Schweden 4.9.2009)

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".