Besonders betroffen von den Änderungen der Versicherung nach langen Krankschreibungen: Pflegepersonal
Änderungen Krankenversicherung

Leidtragend: Niedriglohn-Frauen

Die am 1. Januar eingeführten Veränderungen in der Krankenversicherung treffen vor allem Frauen im Niedriglohnbereich. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Dachverband der Arbeitergewerkschaften LO veranlasste Studie.

„Das ist reinste Klassenpolitik. Diese Menschen werden geopfert, um Steuersenkungen für die Oberklasse finanzieren zu können. Das macht mich ärgerlich“, donnerte die Vorsitzende der Gewerkschaft, Wanja Lundby-Wedin. Betroffen sind laut der Untersuchung vor allem Frauen aus der Hotell- und Restaurantbranche, aus dem Reinigungsbereich, dem Handel oder Kommunalarbeiterinnen aus dem Pflegebereich. Ihnen wird nach der neuen Regelung wesentlich öfter das Krankengeld gestrichen mit der Aufforderung, sich einen anderen Job zu suchen, als beispielsweise Akademikern oder krankgeschriebenen Angestellten des Finanzwesens.

Die Veränderung wurde eingeführt, um Langzeitkrankgeschriebenen den Rückweg auf den Arbeitsmarkt zu eröffnen. Gesundheitsministerin Cristina Husmark-Persson weist die Kritik als unbegründet zurück: „Ich kann nicht sehen, dass diese Frauen leiden. Früher waren sie zehn oder zwölf Jahre lang krankgeschrieben und wurden dann vorzeitig verrentet. Man bekam keine Rehabilitierung und niemand kümmerte sich. Jetzt geben wir den Menschen durch Wiedereingliederungsmaßnahmen eine zweite Chance“, so die Ministerin.

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