Gesundheitswesen

Sterbende entscheiden selbst über Lebensverlängerung

Patienten, die lebensverlängernde Maßnahmen auf eigenen Wunsch abbrechen möchten, haben das Recht, dies anzuordnen. Dies teilte die Sozialbehörde mit, die der Frage nachgegangen war, nachdem eine seit dem sechsten Lebensjahr aufgrund einer neurologischen Krankheit per Respirator beatmete Frau um konkreten Bescheid gebeten hatte. Nach der Interpretation der Behörden dürfen die behandelnden Ärzte laut Gesetz lebensverlängernde Maßnahmen abbrechen und das Sterben durch die Gabe von Schmerz- und Betäubungsmitteln erträglicher machen.

Aufgrund mehrerer Fälle, in denen Ärzte wegen Mordverdachts angezeigt worden waren, als schwerkranke Patienten nach der Gabe von Beruhigungsmitteln verstorben waren, waren Ärzte in Schweden bei der Behandlung von sterbenden Patienten extrem vorsichtig geworden. Der Bescheid der Sozialbehörde gibt den Ärzten nun deutliche Richtlinien zur Hand.

Patientenverfügungen sind in Schweden nicht üblich.

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