Mohammed-Streit

Debatte über Verteidigung der Meinungsfreiheit

Nach einem vereitelten Brandanschlag auf den Mohammedkarikaturisten Lars Vilks ist eine Debatte über die Notwendigkeit deutlicher Stellungnahmen für die Meinungsfreiheit entbrannt. In einem Aufruf fordert eine Gruppe liberaler Publizisten die schwedischen Schriftsteller- und Publizistenverbände auf, ausdrücklich für das Recht auf freie Meinungsäußerung Stellung zu nehmen. Dabei brauche man in der Sache Vilks Kunst nicht gutheißen, sagte beispielsweise die politische Chefredakteurin der Tageszeitung Sydsvenska Dagbladet, Heidi Avellan. Andere Publizisten halten Vilks so genannten Rondellhund für schlechte Kunst, die generell keine Aufmerksamkeit verdiene.

Zwei junge Männer waren am Dienstagnachmittag unter dem Verdacht in Untersuchungshaft genommen worden, am Samstag einen Brandanschlag auf Vilks Haus verübt zu haben. Die beiden Brüder, 19 und 21 Jahre alt, streiten die Tat ab. In der vorigen Woche war der Künstler auch während eines Vortrages an der Universität Uppsala angegriffen und verletzt worden, so dass die Veranstaltung abgebrochen werden musste.
Lars Vilks hatte mit der Darstellung des Propheten Mohammed in Gestalt eines Hundes den Zorn von Islamisten auf sich gezogen.