Astrid Lindgren Kinderklinik

Prozess gegen Ärztin aufgeschoben

Der Gerichtsprozess gegen eine Ärztin der Astrid Lindgren-Kinderklinik in Solna bei Stockholm wird aufgeschoben. Sowohl die Anklage als auch die Verteidigung hatten Aufschub beantragt, nachdem massive Kritik am Hauptbeweismittel erhoben worden ist.

Der Angeklagten wird zur Last gelegt, einen frühgeborenen, schwer hirngeschädigten Säugling durch eine überhöhte Dosis Beruhigungsmittel getötet zu haben. Die Ärztin bestreitet die Tat. Wichtigstes Beweismittel ist eine Blutprobe, die einige Wochen nach dem Tod des Babys genommen worden war und die hohe Konzentrationen des Beruhigungsmittels enthalten soll. Ein angesehener Professor in klinischer Pharmakologie hat das Beweismittel nun in Frage gestellt.

Nach einem Beschluss des Amtsgerichts Solna wird der Prozessbeginn bis nach der Sommerpause verschoben.