Erziehung

Jugendheime in der Kritik

Schwedens staatliche Jugendheime sind erneut in die Kritik geraten. Routinemäßig werden in vom Staat betriebenen Einrichtungen für schwer Erziehbare und sozial benachteiligte Jugendliche Maßnahmen wie Isolation und Leibesvisitationen vorgenommen. Dabei seien beispielsweise Vergewaltigungsopfer von männlichen Erziehern gezwungen worden, sämtliche Kleider abzulegen, um zu kontrollieren, ob sie Waffen versteckt hätten, berichtet das Programm Kaliber des Schwedischen Rundfunks. Die Generaldirektorin der für die Heime zuständigen Behörde kommentierte, diese Maßnahmen verstießen gegen Vorgaben und Richtlinien, nach denen die Arbeit in den Heimen betrieben werde. Die Sozialbehörde wurde beauftragt, die Arbeit der Heime eingehend zu kontrollieren.