Ehemaliger Rotkreuzchef muss ins Gefängnis

Das Amtsgericht Stockholm hat am Mittwoch den ehemaligen Rotkreuzchef Johan af Donner wegen schweren Betruges zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Der Richter folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Gelder in Höhe von umgerechnet 770.000 Euro aus den Kassen des Roten Kreuzes sowie der Krebshilfe abgezweigt hat um sich zu bereichern und einen luxuriösen Lebensstil zu sichern . Auch bei den beiden Mitangeklagten Lieferanten folgte das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft und sprach Haftstrafen von anderthalb beziehungsweise zweieinhalb Jahren aus. Allen drei Angeklagten wurde darüber hinaus auferlegt, den Organisationen den Verlust zu ersetzen. Der Anwalt des Hauptangeklagten hat unterdessen erklärt, dass er vermutlich in eine Berufung gehen will.