Hilfskonvoi "Ship to Gaza"
SHIP TO GAZA

Kontroverse Diskussionen über „Ship to Gaza"

Der israelische Überfall auf die Gaza-Hilfsflotille „Ship to Gaza“ am Montag hat unter Schwedens Politikern teils kontroverse Diskussionen ausgelöst. Wie das Schwedische Fernsehen SVT auf seiner Homepage berichtet, haben mehrere Politiker aus eigenem Antrieb oder nach Verwarnungen durch ihre Parteien persönliche Mitteilungen auf Twitter und Facebook gelöscht, so der Vorsitzende des Jugendverbandes der konservativen Moderaten, MUF, Niklas Wykman.

Wykman hatte den Überfall, bei dem neun Menschen getötet worden waren, als "Sieg für Gaza" bezeichnet, da die Ship to Gaza-Aktion terroristische Ziele verfolge. Der MUF-Vizechef André Assarsson nannte die Aktivisten auf der Flottille ”zynische Linke“, die „alles tun, um andere für ihre politischen Zwecke auszunutzen“. Assarsson löschte den Eintrag ebenso wie der Sekretär für internationale Fragen bei den rechtspopulistischen Schwedendemokraten, Kent Ekeroth. Ekeroth hatte getwittert: „Eine Gang von diktatur- und islamistenfreundlichen Israel-Hassern greifen israelische Soldaten … an, und hinterher beklagen sie sich.“ Die christdemokratische Reichstagsabgeordnete Annelie Enochsson behauptet auf ihrem Blog, Ship to Gaza habe Kinder als menschliche Schilde benutzt. Trotz Kritik aus der Fraktion hat sie ihren Blog-Eintrag nicht zurückgezogen.

  (Radio Schweden 3.6.2010)

Relaterat

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".