Wahlkampf-Interview

Zentrums-Chefin betont Erwerbstätigkeit

Während Schwedens Parteien darin wetteifern, den Rentnern Steuersenkungen zu versprechen, hat Zentrumschefin Maud Olofsson die Bedeutung der Erwerbstätigen betont. Im Wahlinterview des Schwedischen Rundfunks verteidigte Olofsson die während ihrer Amtszeit als Wirtschaftsministerin durchgeführten Steuersenkungen für Erwerbstätige und sagte, die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen habe auch in diesem Wahlkampf für ihre Partei höchste Priorität.

„Ich glaube, sehr viele ältere Mitbürger verstehen dies: Man kann kein Geld ausgeben, das man nicht hat. Daher ist die Hauptpriorität, alles dafür zu tun, dass mehr Menschen Arbeit haben. Nur so baut man einen Wohlfahrtsstaat auf.“ Von der so erzielten Sicherung der Renten und der Standardsteigerung profitierten auch die Rentner.

Olofsson betonte erneut, dass Ihre Partei die Anstellungsregeln ändern möchte. Die geltenden Regeln vermittelten eine falsche Sicherheit, wichtig sei, die Kompetenz der Arbeitnehmer so zu steigern, dass sie durch ihr Können auf dem Arbeitsmarkt eine sichere Verankerung fänden. Die Zentrumspartei will zudem die Steuererleichterungen für Haushalts- und private Baudienstleistungen ausbauen, auch dies, um den Arbeitsmarkt anzukurbeln.

Befragt zu der für die Zentrumspartei brenzligen Zukunft der Kernkraft, bestätigte Olofsson erneut, dass der Bau neuer Kernkraftwerke nach dem Reichstagsbeschluss im Juni durchaus möglich sei. Sie betonte jedoch, dass der gefasste Kompromiss staatliche Subventionen untersage. Die Zentrumspartei ist traditionell gegen Kernkraft und der Kompromiss mit den drei anderen Koalitionspartnern hatte innerparteilich zu großen Spannungen geführt.

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