In Norrland tritt die Krankheit häufiger auf
MEDIZIN

Multiple Sklerose häufiger als gedacht

Die chronische Erkrankung Multiple Sklerose (MS) ist in Schweden weiter verbreitet als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Göteborger Sahlgrenska Klinik, die am Donnerstag auf der internationalen MS-Konferenz in Göteborg vorgestellt wurde. Damit liegen jetzt erstmals konkrete Zahlen vor. An die 17.500 Schweden leben demzufolge mit der Diagnose Multiple Sklerose, das sind knapp 190 pro 100.000 Einwohner.

Schätzungen waren zuvor von nur 130 Erkrankungen auf 100.000 ausgegangen. Die jüngsten Forschungsergebnisse untermauern zudem frühere Annahmen, wonach die Krankheit umso häufiger auftritt, je weiter man vom Äquator entfernt lebt. Demnach steigt das Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken, im Norden Schwedens pro Breitengrad um ein halbes Prozent. Noch sind sich die Forscher nicht sicher, warum die Entfernung zum Äquator eine entscheidende Rolle spielt. Experten vermuten jedoch, dass sowohl D-Vitamin als auch ultraviolettes
Sonnenlicht den Krankheitsverlauf verzögern können.

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