Sture Nordh möchte Jugendliche dazu bringen, ihren Schulabschluss zu machen.
Gewerkschaftsvorschlag gegen Jugendarbeitslosigkeit

Geldentzug bei Schulweigerung

Der Verband der Angestelltengewerkschaften, TCO, schlägt Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit vor. Jungen Erwachsenen ohne Schulabschluss soll ein individuelles Angebot gemacht werden, die versäumten Schuljahre nachzuholen. Wer das Angebot ablehnt, soll mit Sozialhilfeentzug rechnen müssen.

Der Vorsitzende des Gewerkschaftsverbandes, Sture Nordh, begründet die drastische Maßnahme damit, dass eine vollständige Schulbildung die wichtigste Voraussetzung für eine Etablierung auf dem Arbeitsmarkt sei. Nordh betonte, es handele sich bei dem Vorschlag in erster Linie um die Schaffung eines Anrechts auf Ausbildung für die jungen Menschen und erst in zweiter Linie um eine Ahndung durch Geldentzug. Es sei jedoch auch nötig, dass junge Leute Konsequenzen ihres Handelns zu spüren bekämen, so Nordh. Arbeitsmarktministerin Hillevi Engström sagte im Schwedischen Rundfunk, sie teile die Analyse der Gewerkschaft, dass zu viele junge Leute aus verschiedensten Gründen ihre Schullaufbahn abbrächen, Bestrafung und Zwang sei jedoch nicht der richtige Weg, die Jugendlichen zu motivieren.

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