In der Kirchenkanzlei zu Füssen des stattlichen Doms zu Uppsala spielt sich der Streit ab.
Sexuelle Belästigungen in der Schwedischen Kirche ?

Kirchenführung im Streit über Arbeitsrecht

Die Lutherische Kirche in Schweden befindet sich in einer Führungskrise. Drei leitende Führungskräfte der zentralen Kirchenführung haben im Laufe einer Woche aufgrund innerer Streitigkeiten ihren Rücktritt erklärt, unter anderem der Generalsekretär und der Personalleiter. Medienangaben zufolge soll ein Fall sexueller Belästigung in der Kirchenkanzlei in Uppsala die Kontroverse ausgelöst haben. Aufgrund von Klagen von Mitarbeiterinnen hatte der Generalsekretär aus eigener Initiative einen sexueller Belästigung beschuldigten Mitarbeiter von seinem Dienst entfernt. Daraufhin soll eine Kontroverse mit dem Erzbischof über die Behandlung solcher Fälle entstanden sein.

Die Schwedische Kirche beauftragte eine Anwaltskanzlei mit der Untersuchung des Falls. Das am Mittwoch veröffentlichte Gutachten stellt fest, es habe sich nicht um sexuelle Belästigung gehandelt, wohl aber um umfassende Mängel im Führungsstil des entlassenen Mitarbeiters. Die Kirchenführung hat daraufhin die Entlassung des Mannes bestätigt. In einer Pressemitteilung kommentierte Erzbischof Anders Wejryd, die Meinungsverschiedenheiten mit dem zurückgetretenen Generalsekretär hätten nicht nur dem fraglichen Fall, sondern einer Reihe von weiteren Fragen gegolten.

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