Opfer der Jagd im vergangenen Winter (Foto: Oliver Morin/Scanpix)
Raubtierschutz

Wolfsjagd trotz EU-Untersuchung wahrscheinlich

Während die EU-Kommission weiter untersucht, ob die schwedische Wolfsjagd eine Gefahr für geschützte Arten darstellt, laufen die Vorbereitungen für die Lizenzjagd in diesem Winter auf vollen Touren. Eine Aufschiebung der Wolfsjagd ohne Beschluss aus Brüssel sei ausgeschlossen, erklärte eine Sprecherin der Naturschutzbehörde im Schwedischen Rundfunk. Bis dahin gelte der Reichstagsbeschluss, wonach der schwedische Wolfbestand eine Größe von 210 Tieren nicht überschreiten soll. Dies sei nur durch Lizenzjagd zu erreichen.

Mit einer Entscheidung der Kommission wird nicht vor Januar gerechnet. Der erwartbare Briefwechsel zwischen Brüssel und Stockholm im Anschluss an die Entscheidung wird sich laut Schwedischem Rundfunk voraussichtlich über mehrere Monate erstrecken. Kritiker befürchten eine Lizenzjagd wie im vergangenen Winter. Tausende Jäger durchforsteten die Wälder nach 20 Wölfen, die zum Abschuss freigegeben waren. In der Folge wurden etliche Tiere verwundet und die Quote wurde überschritten.

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